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Herpa Miniaturmodelle (Hergenröther Patente) mit Sitz in
Dietenhofen (Bayern) ist einer der größten Produzenten von
maßstäblichen Auto-, LKW- und Flugzeugmodellen weltweit.
Die Fertigung von Fahrzeugmodellen begann 1978. Vorher war Herpa
schon als Hersteller von Modellbahnzubehör tätig. Gegründet
wurde das Unternehmen 1949 von Wilhelm Hergenröther in Nürnberg.
Inhalt
- Sortiment
- Herpa Wings
- WingsWorld und DER MASS:STAB
- Herpa-Miniaturmuseum in Dietenhofen
- Die Herpa Geschichte
- Quellen
Sortiment
Das Sortiment umfasst:
-
Auto- und LKW-Modelle in den Maßstäben 1:87,
1:120, 1:160 und 1:220 aus Kunststoff, Automodelle im Maßstab
1:43,
-
Flugzeugmodelle (Herpa Wings) in den Maßstäben
1:160, 1:200, 1:400, 1:500 und 1:1000 sowie
-
Schiffsmodelle im Maßstab 1:1250.
Bei Herpa werden jedes Jahr über vier Millionen PKW- und
LKW-Modelle produziert - mehr als bei allen anderen deutschen
Modellautoherstellern zusammen. Das Unternehmen ca. beschäftigt
250 Mitarbeiter weltweit.
Herpa Wings
Bei den „Herpa Wings“ handelt es sich um Miniatur-
Flugzeugmodelle in diversen Maßstäben. Sie wurden im
Februar 1992 auf der Nürnberger Spielwarenmesse auf den Markt
gebracht, damals noch einige wenige aus Kunststoff in 1:500. Heute,
mehr als zehn Jahre später gibt es hunderte Modelle unzähliger
Airlines in den Maßstäben 1:1000, 1:600 (sog.
Magic-Modelle), 1:500 (Standard), 1:400, 1:200 und 1:160. Ab 2001
wurden die Flugzeugmodelle komplett neu überarbeitet und als
sogenannte NG (New Generation)-Modelle angeboten, wobei jetzt u.a.
die Fahrwerke und Räder detailliert und maßstäblich
gefertigt werden. Viele Airlines verkaufen die Modelle im
Bordverkauf. Des weiteren gibt es von Herpa verschiedene
Flughäfen-Sets aus mehreren Epochen sowie Zubehör (Autos,
Lampen, Häuser, Bäume usw.), sowie Gebäude und
Grundfolien.
WingsWorld und DER MASS:STAB
Auch zwei regelmäßige Sammlermagazine, die WingsWorld
(seit 1997) und der DER MASS:STAB, werden von Herpa publiziert. In
diesen wird man sechsmal im Jahr über Neuheiten unterrichtet.
Die WingsWorld enthält Reportagen über
Verkehrsflugzeugtypen, Airlines, Flughäfen und Sammler. DER
MASS:STAB befasst sich mit dem Automobilprogramm. Die Hauptkataloge
(ebenfalls getrennt nach Herpa Cars&Trucks und Herpa Wings)
erscheinen einmal im Jahr. Neben diesem erscheinen alle zwei Monate
Prospekte mit Neuheiten.
Herpa-Miniaturmuseum in Dietenhofen
Die Modelle der ersten Stunde von Herpa, viele Raritäten
sowie eine große Ausstellung mit Miniaturlandschaften und
-flughäfen gibt es im Herpa-Miniaturmuseum in Dietenhofen
(Leonrodstraße 46-47).
Öffnungszeiten: Von Montag bis Donnerstag ab 8 bis 17 Uhr. Am
Freitag von 8 bis 14.30 Uhr sowie am Samstag von 8 bis 13 Uhr. Der
Eintritt ist frei.
Die Herpa Geschichte
2007
Herpa erobert das All! In Zusammenarbeit mit der US
Raumfahrtbehörde NASA erscheint erstmals ein originalgetreues
Modell des Space-Shuttle im Maßstab 1:500. „Die Enterprise"
war der Prototyp des Space Shuttles, mit dem die NASA 1977 ihr
Raumtransporter-Projekt startete. Weitere Eye-Catcher auf der
Spielwarenmesse 2007 sind die ersten Muster für die neue Boeing
787 „Dreamliner" und der „Schneewittchen-Express" –
ein Autotransportzug beladen mit acht Modellen des legendären
Volvo P1800 „Schneewittchensarg".
2006
Auf der Spielwarenmesse präsentiert Herpa neben jetzt
kompletten Bausätzen für Flughäfen im Maßstab
1:500 (mit Beleuchtung) ein exaktes Modell eines John Deere-Traktors
und steigt damit auch in den Bereich der Landwirtschaftsmodelle ein.
In Zusammenarbeit mit dem ZDF entsteht ein Modell des legendären
Bauwagens der Kultfernsehfigur „Peter Lustig.“
2005
Verkehrte Welt Mitte des Jahres: Zum ersten Mal ist Herpa nicht
für eine exakte Abbildung verantwortlich, sondern für das
Original! Für eine Flugzeug-Show in den USA wird eine DC-3 in
den Herpa-Farben beklebt und pendelt von Oktober bis April 2006 vor
allem zwischen den verschiedensten Luftfahrt-Shows in den USA.
Natürlich gibt es vom "großen" Original auch
zwei kleinere Ausgaben - in 1:500 und 1:200.
2004
Herpa setzt wieder neue Maßstäbe. Speziell als
Werbegeschenk für Airlines erscheint das erste Flugzeug-Modell
im Maßstab 1:1000. Der Liebherr Mobilkran begeistert nicht nur
die Fans der Herpa-Baufahrzeuge.
2003
Die Vorstellung des Herpa Monument-Train auf der Spielwarenmesse
in Nürnberg war Tagesgespräch und voller Erfolg zugleich.
In Zusammenarbeit mit Märklin wurde eine hochwertige Zugpackung
als rollende Landstrasse nach dem Vorbild des Herpa Monument Truck
gefertigt. Die Vorstellung des Mercedes SLR McLaren begleitet Herpa
auf der IAA 2003 mit der pünktlichen Lieferung hervorragender
Modelle dieses Supersportwagens.
2002
Mit dem Liebherr Radlader in 1:87 stellt Herpa eine überraschende
Neuheit vor. Als das Modell Mitte des Jahres ausgeliefert wird, ist
die Begeisterung der Sammler, Bastler und Modelleisenbahner groß.
Mit einem Starterset „Spedition" wird eine Serie von
Schnellbau- sätzen eingeleitet, die dem Trend der Zeit
entspricht, mit wenig Aufwand schnell ein qualitativ gelungenes
Diorama anzufertigen.
2001
Start der Fachhandelsinitiative Herpa eXtra. Mit zunächst 50
Händlern geht das kombinierte online/offline Vertriebsmodell
erfolgreich an den Start. Erstmals wird ein Herpa Wings
Weihnachtsmodell aufgelegt - und ist innerhalb kürzester Zeit
ausverkauft.
2000
www.collect.herpa.de bietet gezielte Produkt-Informationen zu
Sammelgebieten, die es Sammlern erleichtern soll, aus der Vielfalt
des Angebotes ihre persönliche Sammlung zu pflegen und noch mehr
Spaß am Sammeln zu haben. Der MAN TGA wird pünktlich zur
IAA für MAN fertiggestellt und entwickelt sich zum Top-Favoriten
im Sammler- und Werbemodellbereich .
1999
Start des Herpa Wings Kundenclubs. Erste Modelle von
Flughafen-Gebäuden im Maßstab 1:500 kommen in den Handel.
PKW-Modelle im Maßstab 1:160 werden auf der Spielwarenmesse in
Nürnberg präsentiert. Herpa wird 50! Die in 1949 gegründete
Firma Herpa feiert am 3. Juli in Dietenhofen mit einem großen
Fest den 50. Geburtstag.
1998
Immer mehr Industriekunden entdecken die Attraktivität der
Herpa Wings als Werbeträger und bestellen Flugzeugmodelle mit
dem Aufdruck ihres Firmenlogos. Viele Fluggesellschaften führen
Modelle der Herpa Wings in ihrer jeweiligen Bemalung jetzt auch in
ihrem Bordverkauf. Die ersten europäischen LKW-Modelle im
Maßstab 1:160 werden parallel zur Spielwarenmesse ausgeliefert.
1997
Im Juni erscheint mit Ausgabe 1 der „WingsWorld" aus dem
Hause Herpa das erste internationale Fachmagazin für Sammler von
Flugzeug-Miniaturen. Erste Muster für eine neue Reihe von
Flugzeugmodellen im Maßstab 1:200 werden vorgestellt. Herpa
stellt sein modulares Beleuchtungssystem „Epsilon" vor und
präsentiert auf der Spielwarenmesse erstmalig PKW-Youngtimer,
die im Laufe des Jahres zur Auslieferung kamen.
1996
Mit der Formneuheit einer ATR-72 bietet Herpa erstmals auch
Modelle von Propellerflugzeugen im Maßstab 1:500 an. Herpa
erhält die Genehmigung von der Condor Flugdienst GmbH zur
Herstellung eines Miniaturmodells ihres Jubiläumsfliegers „Rizzi
Bird" – bislang das aufwändigste Modell der Herpa
Wings-Reihe. Das erste Set mit Flughafenzubehör wird produziert.
Die Bayerische Landesgewerbeanstalt erteilt Herpa das Zertifikat ISO
9001 als Beleg für eine Qualitätssicherung, die höchsten
europäischen Normen entspricht.
1995
Mit dem BMW Z3 wird das erste Modell mit einer zweifarbigen
Innenausstattung vorgestellt. Die Reihe „Herpa Wings" wird
durch zahlreiche neue Modelle erweitert. Unter anderem wird ein
Lizenzvertrag mit dem Flugzeughersteller Boeing unterzeichnet. Im
Frühjahr 1995 eröffnet das Herpa-Museum in Dietenhofen.
1993
Herpa präsentiert das erste Motorrad im Maßstab 1:87,
zusammengesetzt aus 12 Einzelteilen. Eine weitere Neuheit ist die
Einführung von kindgerechten Metall-Spielfahrzeugen.
1990-1992
Das Partner-Unternehmen in Fernost erhält den ersten Auftrag
zur Produktion der Flugzeug-Miniaturen im Maßstab 1:500 aus
Metall. Produktplanung und Qualitäts-Sicherung der
Flugzeugmodelle bleiben in Dietenhofen. Die Miniaturen werden mit
authentischen Nachbildungen der Triebwerke der jeweiligen Hersteller
gefertigt. Herpa ist jetzt einer der wenigen Produzenten weltweit,
der Flugzeugmodelle mit authentischen Nachbildungen der Triebwerke
produziert. Eine weitere Besonderheit der Flugzeugmodelle sind ihre
Fahrwerke mit rollfähigen Rädern. 1992 werden die
Flugzeugmodelle im Maßstab 1:500 erstmals auf der Nürnberger
Spielwarenmesse der Öffentlichkeit vorgestellt. Die neue
Modellreihe „Herpa Wings" entsteht. Viele Fluggesellschaften
beauftragen Herpa mit der Produktion von Flugzeugmodellen in ihrer
jeweiligen Bemalung.
1989
Mit Computertechnik wird die Konstruktion und der Formenbau durch
Anwendung von CAD-CAM entscheidend modernisiert. Auf der Nürnberger
Spielwarenmesse wird der Ferrari F40 im Maßstab 1:87 und 1:43
vorgestellt. Mit einem befreundeten Partner-Unternehmen in Fernost
wird ein Konzept erarbeitet, das die Präzision der
Flugzeug-Modelle auch in dem kleineren Maßstab 1:500 in
Zinkdruckguß ermöglichen soll. Dabei soll das auch schon
bei der Automodell-Produktion erfolgreiche Tampondruckverfahren
verwendet werden.
1987
Erste Kunststoff-Muster von Flugzeugmodellen im Maßstab
1:500, einer Boeing 747-200 werden produziert. Im Gegensatz zur
Konkurrenz werden die Modelle erstmals bedruckt und nicht mit
Abziehbildern beklebt. Herpa präsentiert diese Modelle anläßlich
der Flugzeug-Taufe einer Boeing 737-300 der Lufthansa auf dem
Nürnberger Flughafen. Diese ist von der Präzision der
Modelle so begeistert, daß Sie Herpa den Exklusiv-Auftrag zur
Produktion der Lufthansa Modell-Edition im Maßstab 1:200
erteilt.
1988
Herpa startet die Lufthansa Modell-Edition mit einer
detailgetreuen Nachbildung der Boeing 737-300. Neben weiteren
Nachbildungen der aktuellen Flotte sind auch Modelle historischer
Flugzeuge im Maßstab 1:160 (Junkers Ju 52) geplant. Neubau
einer weiteren, ca. 2.000 qm großen Fertigungshalle in
Dietenhofen.
1986
Mit der neuen HIGH-TECH Serie in 1:87 setzt Herpa im Modellbau
neue Maßstäbe. Erstes Modell ist der Ferrari Testarossa
bestehend aus 22 Einzelteilen, einer klappbaren Motorhaube und
technischen Features wie einem nachgebildeten 12-Zylinder-Motor und
einzeln gefederten Rädern. Herpa entwickelt die Idee zur
Produktion von Flugzeugminiaturen.
1985
Auf der 51. IAA in Frankfurt liefert Herpa die meisten Modelle.
Das LKW-Programm umfaßt nun alle gängigen Marken.
1984
Die Spielwarenmesse in Nürnberg sieht Herpa als den
Hersteller mit der größten Modellpalette zeitgenössischer
Modellautos. Das 10-Millionste Modell verlässt die
Fertigungsstätte in Dietenhofen.
1982
Auf der Nürnberger Spielwarenmesse wird die erste Ausgabe der
Modell-Zeitschrift „Der Maßstab" für die Sammler
von Miniaturmodellen vorgestellt.
1981
Ab diesem Jahr sind alle Fahrerhäuser der LKW- Modelle
kippbar und legen eine exakte Motorennachbildung frei. Immer mehr
Kunden aus der Industrie nutzen die Automodelle von Herpa mit ihrem
jeweiligen Firmenaufdruck auch als Werbeträger.
1980
Die Herpa stellt erste LKW-Modelle vor.
1978-1979
Herpa zeigt auf der Nürnberger Spielwarenmesse erstmals
PKW-Modelle im Maßstab H0 / 1:87. Durch ihre filigranen Details
sind diese Modelle schnell begehrte Sammelobjekte. Claus und Dieter
Wagener, die beiden Söhne von Fritz Wagener, bauen diese neue
Produktlinie weiter aus. Alle weiteren Automodelle werden in
Schnapp-Bauweise (ohne Klebeverbindungen) auf den Markt gebracht.
1971
Herpa stellt erste Häuser-Bausätze in Spur N (Maßstab
1:160) auf der Spielwarenmesse in Nürnberg vor. Mit der
besonders feinen Detaillierung macht sich das Unternehmen in der
Branche schnell einen guten Namen.
1968
Die Fertigungshallen in Dietenhofen werden erneut auf insgesamt
2.200 qm vergrößert.
1965
Am 12. Juli 1965 wird in Dietenhofen Richtfest gefeiert, im
Oktober laufen hier bereits die ersten Maschinen. Die Firma „Herpa"
wird übernommen. Fortan fertigt Fritz Wagener in Dietenhofen
unter dem Namen „RIWA" weiterhin Kunststoffteile für die
Foto-, Phono- und Automobilindustrie und unter dem Namen „Herpa"
Zubehör für Modelleisenbahnen.
1961
Am 15. März 1961 gründet Fritz Wagener die Firma
RIWA-Plastik in Nürnberg für die Produktion von
Kunststoffteilen für die Foto- und Phonoindustrie. Durch die
gute Auftragslage wird die Fertigungstätte in der Nürnberger
Innenstadt bald zu klein. Fritz Wagener sucht ein größeres
Gelände außerhalb der Stadt.
1949
Wilhelm Hergenröther gründet in Nürnberg als
Erfinder und Inhaber von Patenten das Unternehmen „Herpa". Der
Name entstand aus den Anfangsbuchstaben von Hergenröther-Patente.
Unter anderem errichtete er für die Produktion von Zubehör
für Modelleisenbahnen, wie Grasmatten, Bäumchen,
Streumaterial, Modelleisenbahn-Anlagen in Modulbauweise und
Tunnelbausätze ein Zweigwerk in Beilngries.
Quellen
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