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Modellbaustudio Wilke GbR
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Modellwaffenbau

 

Modellwaffen - international auch Modelguns genannt - sind im allgemeinen Nachbildungen von echten Handfeuerwaffen (Pistole, Revolver, Gewehr, Sturmgewehr, Maschinenpistole, Maschinengewehr) in unterschiedlichen Maßstäben, verschiedenster Detaillierungen, hergestellt aus diversesten Materialien. In der Regel werden Modellwaffen 1:1 hergestellt.

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Eine Modellwaffe (nicht Airsoftgun) zeichnet sich dadurch aus, dass sie dem Original bis in das kleinste Detail nachempfunden ist, jedoch keine Projektile verschießen kann.

Zusätzlich unterscheidet man Modellwaffen noch nach ihrer Schusssimulationseigenschaft. So gibt es so genannte Blowback-Varianten – also Rückstoß simulierende Modelle - die mit Hilfe einer speziellen Ladekartusche, die wie eine echte Patrone aussieht, den mechanischen Prozess beim Abfeuern, durch die Verwendung einer sog. Firecap (die für die nötige kinetische Energie sorgt) nachempfindet.

Die zweite Variante sind Modellwaffen, die mit Anscheinpatronen – sogenannten Dummys - geladen werden, jedoch keine Schusssimulation erlauben. Bei diesen Modellen ist ein manuelles Durchladen notwendig, um die Repetierfunktion zu studieren. Eine Ausnahme im Bereich der Modellwaffen sind z.B. die von dem Schweizer Kleinserien-Hersteller Leon Crottet entworfenen Modelle in 1:2, die als voll schussfähige Varianten originaler Waffen herstellt sind.

Inhalt:
  • Geschichte und Entwicklung
  • Typen und Funktion der Modellwaffen
  • Blowback-Kartuschen-Typen
  • Tanaka Parallel Division Cartridge
  • Marushin New Plugged Fire Cartridge
  • MGC CP-HW Cartridge
  • Firecaps
  • Gesetzeslage
  • Quellen

Geschichte und Entwicklung

Die Modellwaffen sind eine Entwicklung, die ihren Ursprung in Japan haben, da dort seit Ende des Zweiten Weltkriegs Waffen in Privatbesitz strikt verboten sind.

Die ersten Modellwaffen kamen in Japan Mitte der 1950er Jahre auf den Markt. Die zu diesem Zeitpunkt hergestellten Abbilder von realen Waffen waren jedoch nicht sehr authentisch und entsprachen in Details nicht den Originalen, so dass sich die Nachfrage in Grenzen hielt.

Mit der präzisen Anpassung an die Vorbilder sahen die Hersteller Möglichkeiten der Umsatzausweitung. So wurden Mitte bis Ende der 1960er Jahre die Modellwaffen ihren Vorbildern immer ähnlicher. Das ging soweit, dass viele der Modelle aus soliden Materialien wie Stahlblech, Messing und Zink-Aluminium hergestellt wurden.

Diesen Umstand nutzten findige Bastler auf der asiatischen Insel, um die Modellwaffen in schussfähige umzuwandeln, so dass diese echte Munition problemlos abfeuern konnten.

Die Reaktion der Regierung ließ nicht lange auf sich warten. Es wurden gesetzliche Schritte unternommen, diesen Industriezweig dazu zu bringen solche Umbauten zu verhindern. Im Rahmen einer Selbstbeschränkung versuchten die Modellwaffenhersteller (z. B. Marushin, MGC, Hudson, Tanka, Shoei) einem totalen gesetzlichen Verbot zuvorzukommen, in dem sie sich entschlossen, ihre Modellwaffen optisch klar von echten Waffen unterscheidbar zu machen – sie beschichteten Ihre Erzeugnisse mit silber-, gold- oder chromfarbenen Überzügen. Zusätzlich bauten sie Laufsperren aus gehärteten Stahlstiften in die Läufe der Waffen und vergossen die Läufe mit Zink.

Doch die Regierung verbot alle Modellwaffen, die aus Stahlblech und Stahl hergestellt wurden. Dies betraf u. a. die MP40 und Sten der Firma MGC, aber auch Modelle andere Hersteller. Zudem war es dem Besitzer solcher Modellwaffen verboten diese zu veräußern oder verschenken, er durfte sie lediglich den Behörden überlassen.

Diese Neuregelungen trugen dazu bei, dass die Modellwaffenhersteller die Produkte umstellten und die Modelle zunehmend aus Kunststoff und Zink herstellten – also eine hybride Materialverwendung dazu verwendeten, weiterhin problemlos am Markt zu bleiben. Zu dem ermöglichte ihnen dies, die Modelle weiter so realistisch wie möglich zu halten.

Es gibt allerdings noch heute Hersteller, die ihre Modelle aus Metall herstellen. So zum Beispiel Marushin, Hudson und Tanaka.

Heute hat die Nachfrage nach Modellwaffen stark nachgelassen. Dies ist hauptsächlich dem Boom der Airsoft-Waffen geschuldet, denn im Gegensatz zu Airsoftguns verschießen Modellwaffen keinerlei Projektile, sondern simulieren lediglich die Funktion der jeweiligen echten Waffe. Andererseits ist eine solche Simulation recht imposant anzusehen und zu hören, vor allem wenn es sich beispielsweise um die Funktion einer Maschinenpistole handelt.

Trotz dem aufgezeigten Trend bringen die großen der Branche – Marushin, Hudson, New MGC – aber auch spezialisierte wie Shoei immer wieder mal wieder aufgelegte Modelle auf den Markt.

Marushin brachte in der jüngsten Vergangenheit die MP40, UZI, M16A1 und die XM177 in ABS/Zink-Bauweise als Bausatz und Fertigmodell heraus. Hudson ist

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