Anlagenplanung

Anlagenplanung: Jeder der eine Modellbahn bauen will, hat schon irgendwelche Vorstellungen, wie sie mal aussehen sollte. Wer völlig neu anfängt, sollte sich aber gründlich informieren, was es so am Markt für Möglichkeiten gibt.

Inhalt:
  • Online- und Literaturquellen für den Erwerb von Modellbaukenntnissen 
  • Systemauswahl
  • Gleisplanung und Bau
  • Schattenbahnhöfe/Bahnhöfe/Ausweichgleise
  • Steigungen und Ebenen
  • Gleisabstand
  • Schritt für Schritt- Planen in Teilabschnitte
  • Die Zugänglichkeit der Anlage
  • Raumbeleuchtung
  • Resümee für Nachfolgeanlagen
  • Quellen

Online- und Literaturquellen für den Erwerb von Modellbaukenntnissen

Literaturquellen

Zu Beginn Ihrer Modellbaukarriere sollten Sie sich vorerst auf dem Markt über die Möglichkeiten erkundigen, um nicht zu sehr überflüssige Zusatzteile zu erwerben, die später nicht benötigt werden. Zu empfehlen ist das „Märklin Magazin“ (z. B. bei Ebay ersteigerbar für einen günstigen Preis), welches besonders gute Tipps für den Landschaftsbau beinhaltet. Die Fachzeitschrift das „Dreileiter Magazin“ ist ebenso gut, aber die Publikationen wurden bereits eingestellt.

Damit Sie Beiträge im „Märklin Magazin“ schnell finden, steht Ihnen hier ein Inhaltsverzeichnis für dieses Magazin zur Verfügung: fachartikel.xls

Onlinequellen

Sehr empfehlenswert sind die Bücher von Bernhard Stein, wie z.B. die Bücher „Modellbahnanlagen und Dioramen“ oder „H0-Modellbahn-Anlagen“.

Auch Online finden Sie viele Tipps, wie zum Beispiel die Newsgruppe de.rec.modelle.bahn oder http://stummi.foren-city.de/. Hier können Sie Ihre Fragen an die Communiety stellen und bekommen schnell eine Antwort.

Bei Fragen zu dem Thema „Digitaltechnik“ informiert die Seite http://www.modellbahntechnik-aktuell.de ausreichend und im angebotenen Newsletter kann alles kompakt nachgelesen werden.

Weitere wichtige Webseiten zu Herstellern und dem Modellbau sind:

http://www.modellbahn-links.de
http://www.modellbahn-portal.de
http://www.der-moba.de/index.php/Hauptseite

Systemauswahl

Wichtig für die Gleisplanung ist besonders die richtige Systemauswahl. Die Entscheidung liegt bei jedem Modellbauer selbst, ob er sich für Wechselstrom oder Gleichstrom, den Maßstäben H0, N, Z oder G, entscheidet.

In diesem Artikel wurde sich für ein Dreileiter-System von Märklin entschieden. Mit diesem Modell lassen sich am einfachsten Rückmelder installieren, die zur modernen Computersteuerung gehören. Nun stehen  K- oder C-Gleise zur Auswahl. K-Gleise sind eine gute und preiswerte Wahl und sind für einen dauerhaften Aufbau mit Einschotterung geeignet. Vor allem liefern K-Gleise eine Vielzahl an Möglichkeiten für Flex-Gleise.
C-Gleise sind eher für den häufigen Auf- und Abbau geeignet. Diese zeichnen sich besonders durch ihre gute Fertigungspräzision des Systems aus. Wir bieten Ihnen aber hier eine Übersicht über alle Maßstäbe im Modellbahnbau.

Wichtig für die Systemauswahl sind:

  • Der zur Verfügung stehende Platz
  • Angebote an Modellen und Zubehör auf dem Markt
  • Finanzielle Möglichkeiten.

Weitere Informationen zur Entscheidung ob nun K- oder C-Gleise verwendet werden, finden Sie in der dieser PDF-Datei: k-gleis-oder-c-gleis.pdf

 

Gleisplanung und Bau

Für die Gleisplanung ist einer Gleisplanungssoftware von „Wintrack“ 6.0 zu empfehlen. Es bietet sehr viele Möglichkeiten für die abstraktesten Ideen eines Modellbauers. Für dieses Programm gibt es bereits Weiterentwicklungen und Märklin bietet die Software als „offizielles Gleisplanungsprogramm“ an. Sie können ebenfalls Gleisplanbücher und Gleisplanvorlagen aus Fachzeitschriften oder dem Internet verwend. Eine beliebte Option für viele Modellbauer ist die Nutzung von Original-Gleisplänen. Planen Sie langfristig, bevor Sie anfangen zu bauen und sich hinterher ärgern.

Schattenbahnhöfe/Bahnhöfe/Ausweichgleise

Eine Grundregel für die Länge des Zuges bestimmt die kürzeste Länge des Ausweichgleises. Bei einem Beispiel von einer Mindestlänge von 1,71 m konnte eine Zuglänge von 1,55 m verwendet werden. Dabei können auch Güterzüge mit einer Länge von 1,72 m eingesetzt werden, wenn die Außengleise einer Gleisharfe um die Länge einer Weiche länger sind als die Mittelgleise. Zudem wird eine gute Steuerungstechnik benötigt. Die Abstellgleise sollten möglichst gleich lang sein.

Zusätzlich kann im unteren Schattenbahnhof zu den 5 Gleisen ein weiteres Stumpfgleis eingebaut werden. Mit der Steuerungstechnik, können die Züge perfekt rückwärts im Schattenbahnhof parken und müssen nicht immer in die Vitrine. Zum Rangieren sollten die Gleise ein Gefälle von 2 -3 % haben, um nicht zu entgleisen.

Bei einem Beispiel konnte aus Platzgründen keine Drehscheibe und ein Ringlokschuppen nicht eingebaut werden. Der Modellbauer baute stattdessen einen dreiständigen Schuppen, wozu keine große Drehscheibe passte. Den restlichen Platz wurde für Abstellgleise und Großbekohlungsanlage mit einem funktionsfähigen Kran genutzt. Mit einem zehngleisigen Schattenbahnhof gibt es viel mehr Möglichkeiten seine Modellbahnen unterzubringen, diese kann auch unter der Anlage errichtet werden.

Die Software „Wintrack“ bietet eine gute Kontrolle über die maximale Rampensteigung und Höhenkontrolle.

Steigungen und Ebenen

Für die Hauptstrecke sollte eine Steigung von 3 % bis maximal 4 % für lange Züge verwendet werden. Hingegen schaffen kürzere Züge eine Steigung von 5 %, auch auf bergigen Nebenstrecken.

Zwischen den einzelnen Ebenen im nicht sichtbaren Bereich sollte ein mind. Abstand von 80 mm einschließlich 5 mm Schaumauflage ausreichen. Bei einer Ausschnitthöhe von 90 mm (Zugabe 10 mm Trassenbrett) für den Maßstab H0 bleiben den Zügen 75 mm Höhe. Durch ein dünnes Aluminiumblech als „Niederhalter“ schonen sie den Oberleitungsstromabnehmer.

Gleisabstand

Das Gleisplanungsprogramm plant die Parallelgleise mit einem normalen Gleisabstand, so dass die Wagen mit den Zügen des Nachbargleises sich nicht in den Kurven berühren. Dieser Abstand kann um 1- 2 cm gekürzt werden, da er für die Bahnhofsdurchfahrten zu groß ist und Fußgängerbrücken, Reiterstellwerke etc. besser über die Parallelgleise passen.

Schritt für Schritt- Planen in Teilabschnitte

Damit man nicht nur wochenlang am Gleichen Bereich baut, empfiehlt es sich vorerst einen in sich geschlossenen kleinen Gleisplan zu errichten.
Um am besten Fehler zu erkennen, sollte die Steuerung immer im ersten Bauabschnitt ausprobieren, damit diese sich nicht wiederholen. Bauen Sie z. B. zuerst den untersten Schattenbahnhof mit einem Teil der Hauptstrecke, den Sie dann mit der Steuerung testen können.

Im unteren Bild sehen Sie die Verbindung zwischen den Einfahrt- und Ausfahrtgleisen des Hauptbahnhofs durch eine Kehrschleife (Siehe Abb. )

Anschließend kann man sich den nächsten Bauabschnitt, der Verdopplung der Gleise, widmen. Zwischendurch sollte immer die Abläufe durch das Fahren getestet werden.

Die Zugänglichkeit der Anlage

Die Anlage sollte nicht mehr als 1,70 m tief sein. Somit ist die Anlage von beiden Seiten zugänglich. Zusätzlich ist es ratsam, wenn Mannlöcher am Anfang mit einplant werden. Diese sollten sich einfach öffnen lassen und ermöglichen einen guten Zugang zu allen Bereichen und Teilen der Anlage, z. B. bei Entgleisungen oder Detailarbeiten.

Ein Modellbauer hat z. B. das Mannloch im hinteren rechten Bereich der Anlage angebracht. Er hat die Platte durch einen mit Dübel verbolzten Felsstein so konstruiert, dass diese einfach abnehmbar ist. Mit einer Öse in der Wand kann die Platte bei Wartungsarbeiten geöffnet nach oben stehen. Das Mannloch kann man an den Fugen dekorieren, sodass durch Hecken, Bäume oder Häuser das Loch nicht sichtbar ist.

Bei der Spantenbauweise wird von hinten nach vorn und von unten nach oben gearbeitet, sodass zwischen den noch offenen Spanten gewerkt werden kann

Der Landschaftsbau kann als erstes fertiggestellt werden. Die Bergspitzen sollten abnehmbar gestaltet werden, somit lässt er sich, wie ein Diorama einfacher gestalten, bevor dieser fertig in die Landschaft integriert wird.

Raumbeleuchtung

Damit die Bahnanlage gut in Szene gesetzt ist, sollte die Beleuchtung gut ausgelegt sein. Hierzu empfiehlt sich der Einbau von 500 Watt Strahlern unter der Decke, sodass es eine realistische Punktbeleuchtung wie bei Sonnenstrahlen ergibt. Dadurch entstehen Schatten, welche der Anlage einen realen Eindruck verschafft.
Daraus ergeben sich jedoch zwei Einschränkungen:

  • Durch den Strahler am Steuerpult entsteht ebenso Wärme, welche beim Bau der Anlage unangenehm ist.
  • Durch die punktartige Lichtquelle wirft man selbst einen Schatten auf die Anlage.

Somit ist zu empfehlen, den Strahler seitlich an der Eingangstür oder an den Wänden aufzustellen. Um besser und intensiveres Licht zu erhalten kann die Blende mit Alu-Folie ausgebaut werden.

Resümee für Nachfolgeanlagen

Die Nachfolgeanlage kann nun von den gesammelten Erfahrungen Profiteren und gelingt einem Modellbahnbauer natürlich schneller und gründlicher als vorher. Aus dem Beispiel des erfahrenen Modellbauers geht hervor, dass er bei seiner nächsten Anlage sich mit C-Gleise ausprobiert. Das Bauen an der Wand entlang ist hilfreich, um lange Paradestrecken besser einzubauen.

Die vier Wände erhalten jeweils ein wieder abtrennbares Modul. Das jeweilige Modul kann ein  Thema zugeordnet werden.

  • Betriebswerk mit Drehscheibe
  • Bahnhof mit langen Gleisen und ein Industriegebiet ( z. B. Großbekohlungsanlage)
  • Mittelgebirge mit langen Strecken, eine Berg-Nebenbahn mit integriertem Schattenbahnhof
  • Das Hochgebirge kann mit dem Bietschtal- Viadukt verbunden werden

Zuerst sollte wieder der Gleisplan gezeichnet werden, bevor man sich dem WDP-Gleisbild und den Fahrstraßenabschnitten mit Rückmeldern widmet. In einem Beispiel wurden 26 Module verwendet von denen je zwei Kontakt als Reserve dient. Um sich den Fahrbetrieb gut merken zu können, werden den bei der Vergabe der Rückmeldekontakte den Startkontakten kommender Fahrstraßen Nummern zugewiesen werden.

Das Endergebnis ist in diesem Bild ersichtlich (Siehe Abb. ).

Quellen

  • Freie Enzyklopädie Modellbau Wiki
  • moba-tipps.de

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