Flexgleise (Trassen bauen und Gleise verlegen)

Festigkeitsanforderungen / Flexgleis-Trassen bauen

Der Spantenabstand sollte nicht zwischen 40 und 45 cm gewählt werden, da es ein instabiles Gerüst ergibt. Somit mussten die ersten Trassen oft geleimt werden. Jede Trasse ist eine stabile diagonale Verbindung und gibt dem Gerüst halt. Es ist ein Spantenabstand von 45 und 45 cm, mit einer 16 mm dicken Schichtstoffplatte, zu empfehlen. Diese Größenangaben sparen Materialkosten und halten genügend Platz für das Mannloch in der Mitte der Platte frei. Für die sieben Fußstützen sollten Sie einen Eckverbinder verwenden, damit die Anlage beim Verschieben nicht nachfedert. Die ganzen Verbindungen werden mit Spax-Schrauben und Kaltleim verbunden. Sägen Sie in die zur Wand zeigenden Seiten Ihrer Anlage große Greiflöcher, um schnell Probleme am Gleis zu beheben. Für die Festigkeit reicht ein 1 – 2 cm Steg aus.

Des Weiteren sollten Löcher für die Trassen geschnitten werden, die durch die Spanten gehen. Das Gleisplanprogramm gibt eine breitere Lochbreite an, um eine rechtwinklige Trasse durch die Spanten zu führen. Das Loch sollte bei einer 19 mm dicken Platte für einen Winkel von 45° ca. um 38 mm verbreitert werden. Falls Sie sich für einen senkrechten Winkel von 60° entscheiden, so erweitern Sie das Loch um 76 mm.

Die Bergspitzen sollten wie ein Diorama eigenständig abnehmbar sein und so konstruiert werden, dass sie fertig auf die Platte gestellt werden können.

Für die Herstellung der Normalbögen ist eine Pappschablone hilfreich. Diese sollten sie für drei Normalkreise, ein Gerade und eine Ganze doppelgleisige zuschneiden.

 

Form von Flexgleis-Bögen

Für die Flexgleis-Bögen sollten Sie sich das Gleisplanprogramm im Maßstab 1:1 ausdrucken (Achtung: 280 DIN A4 Seiten beim drucken). Um Papier und Tinte zu sparen, können Sie die Trassen sich im Umriss anzeigen lassen. Eine andere Variante wäre es nur die schwierigen Bereiche der Flexgleis-Bögen auszudrucken. Wichtig ist das Setzen der Kreuze in den Ecken zur Ausrichtung der nächsten Seite und die Verwendung eines Rasters. Als Vorlage für Flexgleisstrecken mit geschwungenen Bögen können Sie die passende Papiervorlage für die Strecke verwenden, ausschneiden und mit Weißleim auf der Sperrholzplatte befestigen. Das Papier kann anschließend mit Schleifpapier entfernt werden.

Verlegung der K-Flexgleisen

Das Gleis sollte von Hand vorgebogen sein und nicht durch Schrauben in den gewünschten Radius geformt werden. Durch die Schrauben steht das Gleis und Spannung, es könnte später beim entlasten einen Knick bekommen und Züge können an dieser Stelle entgleisen.

Der Kurvenradius von R1= 360 mm ist genau geeignet für den Fahrbetrieb. Mit einer Schablone aus hartem Sperrholz (17 mm breite) kann der Radius überprüft werden.

Einen Knick im Flexgleis bekommt man durch das befestigen von zusätzlichen Schrauben wieder raus.

Der Radius eines Industriekreises R= 295 mm ist kaum umsetzbar, da dadurch schnell Züge entgleisen. Nur mit Hilfsschablonen bekommt man die Gleise rund gebogen.

Eine weitere Schablone in der Größe einer 1 ½ Gerade und eines gebogenen Gleis dient zur Feststellung von Verwindungen an Wichen. Alle Weichen (besonders an Steigungen) sollten sorgfältig angebracht werden. Die Schablone sollte genau auf die Weiche passen, falls auf einer Seite eine Lücke ist, muss nachgebessert werden. Ansonsten kann es zum Durchrutschen, Entgleisungen durch Steigungsunterschiede und Verdrehungen kommen.

Hinweis:

Achten Sie darauf das beim aneinander legen zweier Weichen zu einem Kreisbogen und eine Gerade tangiert, bestimmte Lokomotiven entgleisen können. Die hinteren Achsen der Loks gingen die Innenschienen hoch und sprangen hinaus. Die Ursache ist der Schleifer zwischen den Weichen. Dieser hebt und senkt sich. Durch das anheben auf die zweite Weiche, hing der Schleifer mit dem Ende in der Luft, da der Punktkontakt der Weiche an der Trennstelle zu niedrig war. Anschließend geriet der Schleifer zwischen den Punktkontakt und den Schienen und lies die Lok entgleisen und einen Kurzschluss verursachen.

Beheben Sie das Problem, indem Sie die beiden Punktkontakte der Weichentrennstelle mit einer Spitzzange nach oben ziehen und somit die Schwelle leicht konvex biegen. Der Schleifer sollte nun mit dem Ende nicht mehr frei stehen oder abrutschen. Man könnte auch die Schleifersohle an beiden Enden seitlich abschräge, sodass diese wieder auf die Punktkontakte rutschen.

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