Planung der Booster

Zwar wird in der Literatur angegeben dass ein Steuergerät bzw. ein Booster nicht mehr als drei Züge versorgen kann, aber ein Modellbauer hat es geschafft dies bei seiner Anlage umzusetzen. Er arbeitete in der ersten Ausbaustufe mit 12 Zügen auf einem Gleis von denen max. 7 simultan fahren konnten und die Intellibox schaffte dies problemlos ohne zu überhitzten. Selbst der Stromindikator von G Boll zeigte keinen roten Balken an. Die Ursache dafür ist:

  1. Der Nennstrom der Decoders wird nur beim anfahren eines Zuges am Berg erreicht. Der Zug benötigt während der Fahrt weniger Strom (max. 1 A).
  2. Für die Beleuchtung sollten LED’s eingesetzt werden. Dadurch benötigt ein Schnellzug mit vier Wagen und einem zusätzlichen Gepäckwagen 90 mA (10% des Nennstroms einer Lok). Die Beleuchtung in Schattenbahnhöfen kann automatisch durch das Programm geschaltet werden und spart somit Strom.

Nach der Fertigstellung der zweiten Ausbaustufe mit 25 Loks (später 35 Loks) wurden zusätzlich zwei Booster angeschlossen (ebenfalls von G. Boll). Die Booster steuern drei Stromkreise, den Innenkreis, den Außenkreis und die Bergstrecke. Alle Züge werden ausreichend mit Strom versorgt, während die Steuerzentrale mit der Steuerung der Magnetartikel beschäftigt ist.

Mit dem Versuch Strom zu messen, kann einem deutlich vor Augen geführt werden, wie viel die Anlage benötigt. Zu beachten ist das mit einem normalem Multimeter kein Digitalstrom gemessen werden kann. Durch einem „Oszilloguck“ kann man die Digitalspannung, die eine unregelmäßige pulsierende Rechtspannung ist, analysieren. Ganz einfach ist hingegen die Messung des Eingangsstroms aller Booster. Hierbei muss die Verlustleistung der Booster geschätzt und vom gemessenen Wert abgezogen werden.

Die Ergebnisse der Beispielanlage lagen bei:

  1. 1,0 A für die Ruhestromaufnahme mit ca. 5 Lost mit eingeschalteter Stirnbeleuchtung (Ganze Anlage gemessen)
  2. 1,7 A in beide Booster für 5 konventionell beleuchtete Schnellzugwagen
  3. 2,2 A des Normalbetrieb mit der Fahrt von 4 bis 6 Zügen
  4. 3,2 A bedeutet die absolute Peak Belastung bei 8 gleichzeitig fahrenden Zügen
  5. 3 A benötigen 8 fahrende Züge bei 10 % Reserve und unter Abzug der Verlustleistung der Booster

Achten Sie darauf, dass die Stromkreise der Booster gut isoliert werden. Es ist zu empfehlen die zweiseitige Kupferlasche unter den Schienen der K-Gleise weg zuschneiden. Dieses Vorgehen ist besser als ein Stück Pappe dazwischen zu klemmen. Bei C-Gleisen können Sie die Verbindungslasche einfach durchtrennen.

Bei der Beispielanlage lagen die Trennstell vor einem Ausfahrtsignal, welches die großen Loks (Schleifer am Tender angebracht) zum Anhalten brachte. Dadurch stellt der Schleifer durch die Kontakte eine Verbindung mit dem des anderen Stromkreises her. Bei einem Kurzschluss einer Lok und beim Warten einer weiteren Lok auf das Signal, kann es die Booster leicht überlasten. Die Trennstelle sollte zwischen Boosterkreisen fern von Haltepunkte für Loks gelegt werden, sodass die Schleifer nicht eine längere Zeit die Trennstelle überleiten. 

Quelle: http://www.moba-tipps.de/elektrik.html

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