Tipp: – separate Notabschaltung

Eine separate Notabschaltung sollte in jede Anlage eingebaut werden. Dazu verlegen Sie eine Ringleitung mit Tastern an allen Ecken der Anlage. Der Abstand sollte höchsten 2 m an den Seiten betragen. Ein zusätzlicher Taster wird an der Steuerzentrale angebracht. Somit kann man die Anlage abschalten, ohne immer erst zum Steuerpult rennen zu müssen. Die Ringleitung wird mit dem Rückmeldekontakt verbunden, welcher der Not-Aus-Kontakt ist.

Von der klassischen Lösung wurde beim Beispiel abgesehen, da die Dauer der Reaktion auf einen Tastdruck zu lange dauert (0,5 bis 1 Sekunde). Zudem funktioniert der Not-Aus-Kontakt nicht, wenn die Ursache ein Fehler im Programm oder im Computer liegt oder die Zentrale ein „Reset“ macht.

Bei der klassischen Variante kann der Betrieb erst durch das Steuerpult wieder angeschaltet werden. Alternativ wird durch einen Stromstoßschalter die Anlage wieder eingeschaltet. Der Stromstoßschalter kann bei Reichelt unter Art.-Nr.: FIN 26.02.8.024 für 5,35€ erworben werden. Im Schalter sitzt eine Spule, die beim anziehen einer Nockenwelle um den Zahn weiter schaltet. Anschließend wird in halber Frequenz der Strom gesperrt und wieder frei gegeben. Der Schalter benötigt eine Spannung von 24 V, funktioniert dennoch mit 16 V.

Varianten:

  • Bei einem Einsatz von zwei Boostern sollte eine gemeinsame Stromversorgung (gelb) mit einem Kontakt des Stromstoßschalters unterbrochen werden.
  • Wird ein Booster für Magnetartikel eingesetzt, sollte er immer weiterlaufen und über zwei Kontakte des SSS den Ausgang unterbrechen. Es kann erst nach dem Abgang der Steuerleitung der Magnetartikel unterbrochen werden.
  • Werden mehrere Booster eingesetzt, wird der zweite Kontakt des SSS benutzt, um ein mehrpoliges extra-Relais zu schalten an dem die restlichen Booster anliegen. Es kann ebenso ein 6-poliges Relais verwendet werden, welches am SSS hängt und somit weitere 6 Booster abschaltet. abschaltet.

Der Stromstoßschalter eignet sich besonders gut bei weit entfernten Stellen für Testfahren, wenn ein Zug an der gleichen Position entgleist. Durch das Ein- und Ausschalten kann die Lok so oft wie möglich über eine kritische Stelle gefahren werden, bis die Ursache gefunden wurde. Dies wäre Alternativ nur mit einer Fernsteuerung der Zentrale oder einer zweiten Person möglich.

Eine weitere Möglichkeit wär die Notabschaltung durch den SSS, welcher den Rechner still legt ohne die Notabschaltung des Programms zu bewirken. Dazu wird ein weiterer Kontakt am SSS benötigt. Das kann durch ein weiteres Relais realisiert werden, welches einen S-88 Rückmeldekontakt auf die Masse legt, wenn das Relais abschaltet. Wird das SSS betätigt, bewirkt das die Schließung des Kontakts und das rote Aufleuchten eines „virtuellen“ Gleisstücks im Gleisbild des Steuerungsprogramms. Leuchtet das Gleisstück rot auf, so kann sich keine Fahrtstraße neu stellen. Die virtuellen Gleisstücke können mit Rückmeldenummern versehen werden, die das Programm nach Fahrstraßen abfragen kann. Das Programm reagiert erst wieder, wenn das SSS sich einschaltet.

Weitere Tipps zu diesem Thema finden Sie hier.

Quelle: http://www.moba-tipps.de/elektrik.html

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