Tipp: – Sicherheitskontakte planen

Ein Beispiel soll hier die Notwendigkeit von Sicherheitskontakten darstellen:
Auf einer Weichenstraße kommt von links ein Zug. Der erste Kontakt ist derSTopp-Kontakt der Staustrecke, wenn ein Gleis besetzt ist. Wenn der Zug zu spät stoppt und auf der Weiche stoppt, wird er entgleisen, weil die Weiche zur Einfahrt in den Bahnhof gestellt ist.

Darum wird der Sicherheitskontakt 2 eingebaut. Dieser ist vor der Weiche ca. 3 cm lang und reich für die vorderen Drehgestelle einer Lok aus. Die ersten Gleisabschnitte eines Bahnhofs nach der Einfahrt erhalten die gleichen Kontaktnummern. Im Falle eines Halten eines Zuges beim Einfahrvorgang in die Gleisharfe, wo möglicherweise noch Wagen auf den Weichen Stehen, kann kein anderer Zug fahren. Die Nutzlänge der Gleisharfe wird durch die rechten Abschnitte des Kontaktes 2 verkürzt. Dadurch wird die max. Zuglänge gekürzt und es ist zu empfehlen diese 6 cm zu halten, welches für Güter- und Personenwagen ausreicht. Jedoch kann es bei langen 4-achsigen Schnellzügen zu Problemen kommen, wenn der Kontakt nicht wirkt. Ist der Kontakt 2 dauerhat besetzt, wird keine Fahrstraße gestellt und es kommt zum Stopp der Automatik.

Hinweis:
Im Programm von WDP kann angegeben werden, dass der Zug anhalten soll, wenn die Kontakte 5,8,11 belegt sind und Kontakt 2 frei bleibt. Dadurch kommt der Zug bis zum Ende des Bahnhofgleises. Zur Erläuterung der Kontakte: die Kontakte 3,4,5 bzw. 6,7,8, bzw. 9,10,11 sind die Kontakte einer Blockstrecke (Strecke-Bremsen-Stopp). Zur Sicherheit dient der letzte Kontakt vor der Weiche. Vor der Ausfahrt befindet sich der 3 cm lange Kontakt 12, der den Zusammenstoß einer durchgerutschten Lok mit der ausfahrenden Lok verhindert. Die 12 kann ebenso ein Streckenkontakt des nächsten Blocks sein und es wird kein extra Rückmeldekontakt benötigt. Ist dieser Kontakt besetzt, so kann keine Lok aus dem Bahnhof raus fahren.

Eine Alternative ist die Trennung des Kontaktes 2 für jedes Gleis. Im benannten Beispiel währenden die somit drei weitere Kontakt (z.B. Kontakt 13,14,15). Dadurch kann bei Entgleisen eines Zuges sofort erkannt werden, welcher Zug dies verursacht hat. Wenn es das Programm ermöglicht, kann an dieser Stelle eine Notabschaltung eingebaut werden. Weiteres zu diesem Thema finden Sie hier.

Tipp: – Erhöhung der Meldedauer der Rückmelder

Mit der Programmversion 2009 von WDP kann die Meldedauer programmtechnisch verlängert werden. Für Nutzer älterer Programmversionen oder andere Programme ohne diese Option, kann die Verlängerung der Meldedauer durch einen Kondensator eingerichtet werden.

Bei der Verwendung von Märklin Produkten sollte man den Kondensator nutzen, um die Meldedauer verlängern. Damit reagiert der Steuerungscomputer perfekt auf kurze Schaltimpulse in einer angemessenen Zeit. Im Beispiel des Kontakts 2 bzw. der drei extra Kontakte 13,14,15 wurde ein Folien-Kondensator von 2,2 µF parallel geschaltet. Danach leuchtet der Sicherheitskontakt ca. 0,4 Sekunden nach. Der Einsatz erfolgt wie die Diode oben im Schaltbild. Der Folienkondensator ist nicht richtungsgebunden. Hingegen muss bei einem Elko der Pluspol zum Kontaktgleis ausgerichtet werden.

Erklärung zur Funktion (Anleitung):
Die Versorgung der freien Kontakte mit einer 5 V Gleichspannung erfolgt durch das Rückmeldemodul. Hierbei liegt der Pluspol am Gleiskontakt. Dadurch sind die 8 bzw. 16 Eingänge des Moduls hochohmig, dies bedeutet dass die 5 V nur langsam erreicht werden, wenn der Kondensator parallel zwischen den Kontakt und Masse gelötet wurde. Dabei liegt zwischen 2 V und 5 V die freie Meldefähigkeit des Moduls ab der Schaltwelle.

Wenn beide Außenschienen durch die Wagenachse verbunden werden, entsteht ein Kurzschluss des Kondensators, welcher sich daraufhin entlädt. Es fließen keine großen Ströme und es kommt nicht zur Funkenbildung. Jedoch fällt die Meldespannung unter die Schaltwelle und der Melder signalisiert „besetzt“. Rollt die Achse weiter und verliert durch eine Verschmutzung den Kontakt, lädt der Kondensator sich wieder über das hochohmige Modul auf. Dies dauert seine Zeit, sodass das Rad erneut in Kontakt kommt und die Besetztmeldung weiterhin signalisiert wird.

Bei freien Kontakten wurde für die Funktionsfähigkeit 2,2 oder 3,3 µF parallel geschaltet. Dadurch wird verhindert, dass ein verschmutztes Rad am letzten Wagen die Fahrstraße zu früh wieder frei gibt. Alle Kontakte, die nicht zu früh „frei“ melden dürfen, sollten damit ausgestattet werden.

Zum Beispiel:
Wenn der Kontakt 100 erreicht wurde, soll die eine Teilstrecke oder eine Fahrstraße freigegeben werden. Bei langen Zügen sollte Kontakt 97 zusätzlich die Freigabe erfolgen. An der Stelle des Kontakt 97 muss der Kondensator angebracht werden, da es sonst zur falschen Freimeldung kommt. Diese wird verursacht, wenn eine Lok Kontakt 100 passiert hat, Kontakt 97 eigentlich besetzt ist und ein Rad-Aussetzer die Meldung „Freigabe“ auslöst. Bei einem langen Zug bleibt der letzte Wagen auf der Weiche stehen und es kommt zum Unfall.

Für den Kondensator können auch Elkos verwendet werden, wenn diese gegen Kurzschlüsse schützen. Zum Schutz dient die im vorherigen Abschnitt beschriebene Diode in der Rückmeldeleitung (Sperrrichtung zum Gleis beachten). Diese verhindert einen Kurzschluss bei dem die Digitalspannung auf den Rückmelder gelangt und an diesem kann ein Elko gelötet werden. Einen Folien-Kondensator erhalten Sie bei Reichelt für 66 Cent (Nr. WIMA MKS-4 3,3 µF). Alternativ kann ein Elko von 5 µF/24 V mit einer Standard-Diode davor verwendet werden. Die Kosten liegen dabei bei 15 Cent, jedoch müssen Sie ein Bauteil mehr einlöten. Mit dieser Variante funktionieren nicht sichtbare Schattenbahnhöfe meist störungsfrei.

Bei Kontakten, die in einer Fahrtrichtung Sicherheitskontakt (Einbau Kondensator) und in der anderen Richtung Startkontakte (Einbau Diodentrick) sind, können Sie Beide gleichzeitig verwenden. Dabei schalten Sie die Diode und den Kondensator parallel.

Reed-Kontakte:
Reed-Kontakte geben nur einen kurzen Schaltimpuls und halten diese nicht aufrecht. Deshalbt sollten diese Kontakte nicht an Gleisen verwendet werden. Der Reed-Kontakt ist für ein Car-System geeignet, da bei diesem ein klassischer Rückmelder nicht zur Verfügung steht. Die Schaltdauer kann hier durch einen Elko verlängert werden. Der Elko sollte ca. 10 µF groß sein und mind. 30 V Spannungsfestigkeit besitzen. Bei diesem System kann es nicht zu Kurzschlüssen kommen. Nach jeder Auslösung leuchtet jede Reed-Kontakt-Anzeige mind. 1 Sekunde nach.

Hinweis:
Mit der WDP Programmversion 2009 können Sie diese Vorgänge sparen, da man hier die Meldedauer im Gleisbild-Editor festlegen kann und Reed-Kontakte können programmtechnisch in Dauerkontakte umgewandelt werden.

Quelle: http://www.moba-tipps.de/steuerung.html

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